• Decrease font size
  • Reset font size to default
  • Increase font size

Wo sind wir

Adresse
   Zehntscheune Hockenheim
   Untere Mühlstr. 4
   68766 Hockenheim

Spielzeiten

Erwachsene: Fr. 19:30 - 00:00 Uhr
Jugendliche: Fr. 17:30 - 19:30 Uhr

(MyPersonalContent v1.3 © Rico Pinzke)

Sponsoren und Organisationen

  • Dank an unsere Sponsoren !
  • Dank an unsere Sponsoren !
  • Dank an unsere Sponsoren !
  • Dank an unsere Sponsoren !
  • Dank an unsere Sponsoren !
  • Dank an unsere Sponsoren !
  • Dank an unsere Sponsoren !
  • Dank an unsere Sponsoren !
  • Dank an unsere Sponsoren !
  • Dank an unsere Sponsoren !
  • Dank an unsere Sponsoren !
  • Dank an unsere Sponsoren !
  • Dank an unsere Sponsoren !
  • Dank an unsere Sponsoren !
Startseite
Rundenbericht MA II - Runde 4

Verbandsliga Runde 4:     Hockenheim 2 – Karlsruher SF 5,5 -2,5

 

Am 11.12 empfing die zweite Mannschaft aus Hockenheim die Karlsruher Schachfreunde. Es war der bereits erwartete Spitzenkampf in der Verbandsliga Nord um den Aufstieg in die Oberliga. Gespielt wurde in der Zehntscheune, wo auch parallel für die dritte Mannschaft der Spitzenkampf um den Aufstieg stattfand.

Am Abend zuvor hatte man sich bei der Weihnachtsfeier, wenn auch in lockerer Atmosphäre, auf den bevorstehenden Wettkampf eingestimmt. Insgesamt schien man optimistisch zu sein, denn immerhin kamen mit Arik Braun und Dennis Wagner zwei Großmeister zur Unterstützung (Danke an dieser Stelle!).

Eine kleine Überraschung bot auch Karlsruhe. Unerwartet ging Valerian Hirschberg als Brett 1 für Karlsruhe an den Start. Im Gegenzug dafür fehlte Lothar Arnold. Leicht werden sollte es bei weitem nicht, denn die Spieler aus Karlsruhe haben bereits viele Erfahrungen aus den höherklassigen Ligen… und es fing auch nicht sonderlich gut für uns an:

Nach etwa 1 bis 1,5 Stunden hatten sich die Bretter für uns ernüchternd entwickelt. Dennis an Brett 1 stand mit Schwarz aus der Eröffnung heraus gut, aber nicht besser. Arik hatte an Brett 2 eine sehr aktive Stellung und opferte gerade einen Zentralbauern. Ich konnte es nicht überblicken und hatte die Stellung als unklar eingestuft. Währenddessen hatte ich mich gegen Clemens Werner dazu entschieden eine zweischneidige Variante zu spielen, um selber Gewinnchancen zu bekommen. Da meine eigenen Kenntnisse in dieser Variante nicht mehr frisch waren, entstand eine schwammige Stellung. Bis dato schien mir der Verlauf der Partie nach meinem Spielverständnis logisch und so machte ich mir wenig Sorgen. Alexander hatte einen ruhigen Aufbau gegen die königsindische Verteidigung gewählt, daher war hier noch nicht viel los. Mihail, hingegen, versprach bereits mehr. In einer Variante des Nimzoinder schien er mit den schwarzen Steinen eine Vorbereitung gehabt zu haben. Er gewann einen Bauern, wofür sein Gegner sehr gute Kompensation durch Läuferpaar und Aktivität bekam. Mihail stand aber solide und so gab es Hoffnungen auf eine gute Ausbeute an Brett 5. Oliver hatte seine typische „plus-gleich“-Stellung bekommen, wobei sein Gegner durch Abtausche kontinuierlich die Partie schnell zu Ende zu bringen versuchte. Joel an Brett 7 stand weitestgehend noch im ausgeglichenen Rahmen, aber der isolierte e-Bauer, dürfte seinem Gegner doch einen soliden Vorteil versprechen. Unglücklich sah es dagegen bei Blerim aus. Er hatte einen Bauernverlust übersehen. Das alleine wäre aber nicht das Problem gewesen. Mit dem Verlust des Bauern steht er auch erzwungenermaßen in einer nahezu „ewigen“ Fesselung und die Niederlage schien nur eine Frage der Zeit zu sein.

Insgesamt sah die Situation zu diesem Zeitpunkt an den Weißbrettern überhaupt nicht gut aus. Es sollte sich jedoch noch einiges ändern. Viel geändert hat sich bei Oliver jedoch nicht mehr. Er gab noch einige Versuche zum Besten, aber sein Gegner hatte sich einfach sauber verteidigt und so kam folgerichtig das erste Unentschieden zum 0,5 – 0,5. Erfreulich war die Entwicklung bei Arik. Kurze Zeit nach dem Bauernopfer bekam er bereits eine extrem starke Initiative aufgebaut und konnte irgendwann in ein Schwerfigurenendspiel mit einigen Bauern mehr abwickeln. 1,5 – 0,5. An Brett 1 hatte Dennis noch einiges probiert, aber es war abzusehen, dass Valerian mit den weißen Steinen heute nichts mehr anbrennen lassen würde. 2 – 1. An Brett 3 gewann ich immer mehr an Boden. Ich konnte den starken weißen schwarzfeldrigen Läufer gewinnen und mich weitestgehend konsolidieren. Weniger gut sah es bei Alexander aus. Sein Gegner schien eine Initiative entwickeln zu können, während Alexander einige Schwächen zu verteidigen hatte. Erleichterung gab es an den Brettern von Mihail und Blerim. Mihail konnte Abtausche erzwingen und nun sah es gefühlt so danach aus, als hätte er einfach nur den Bauern mehr. Blerim hat sich als zäh erwiesen, wobei sein Gegner sich die Aufgabe selber erschwert hat. Blerim hatte zwar immer noch einen Bauern weniger, konnte jedoch die Türme tauschen können und so die todbringende Fesselung geschickt auflösen. Bei Joel, hingegen, wurde es etwas zweischneidig. Er bot den h-Bauern als Opfer an, um seinen Springer auf den gedeckten Vorposten auf d4 zu bringen. Mir war jedoch nicht so richtig klar, ob er Kompensation gehabt hätte, denn ich sah keine wirkliche Möglichkeit die aktive Springerposition vorteilhaft zu verwerten.

In der Zeitnotphase wurde der Kampf weitestgehend entschieden. Mihail hatte seinen Materialvorteil gewinnbringend verwertet. 3 – 1. Ich hatte an Brett 3 den klaren Gewinnzug zwar gesehen, aber nicht sauber durchgerechnet und demzufolge auch nicht gespielt. Stattdessen habe ich lieber einen Bauern eingestellt. Nach dem ich dann ein wenig Pseudoaktivität bekam und mein Gegner einen etwas fragwürdigen Zug gespielt hatte, schien ihm die Situation zu gefährlich. Er bot mir remis an, was ich dann einfach nicht mehr ablehnen konnte. Zwischenstand 3,5 – 1,5. Blerim hatte inzwischen den Wendepunkt der Partie erreicht. Er gewann seinerseits taktisch den Bauern zurück und bot gleichzeitig remis an. Sein Gegner, der über den Partieverlauf mit Sicherheit nicht zufrieden sein konnte, lehnte ab und verlor die Partie noch im Laufe der zweiten Zeitkontrolle. Glücklich für uns, denn bei Alexander an Brett 4 hatte sich inzwischen ein Verlust abgezeichnet. Zwischenstand nun 4,5 – 2,5. Joel spielte noch sehr lange. Sein Gegner hatte auf den Bauerngewinn verzichtet. Nach der Zeitkontrolle hatte Joel sogar einen Bauern mehr auf dem Konto und ein Szenario mit gutem Springer gegen schlechten Läufer, sowie noch einem weiteren Paar Türmen auf dem Brett erreicht. Das Ergebnis dieser Partie habe ich später nur auf dem Papier mitbekommen. Endstand 5,5 – 2.5.

Puh. Das Ergebnis sieht deutlicher aus, als es der Kampfverlauf wirklich versprochen hätte. Wichtig ist, dass wir das Spitzenduell gewonnen haben und nun 2 Punkte vor dem 2. Platz haben. Die Saison ist noch lang, jedoch haben wir rechtzeitig vor Weihnachten den Meilenstein zum Aufstieg in die Oberliga setzen können. In der nächste Runde wartet noch einmal Karlsruhe auf uns. Dieses Mal die zweite Mannschaft, welche sich interessanterweise nach diesem Spieltag nach Brettpunkten hauchdünn vor die eigene erste Mannschaft auf Platz 3 geschlichen hat.

 

von Tomislav Bodrovic

(MyPersonalContent v1.3 © Rico Pinzke)