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Mannschaft 2 - Rundenbericht 5

Verbandsliga Runde 5: Karlsruhe SF 2 – Hockenheim 2    4 - 4

von Tomislav Bodrozic

 

„DWZ alleine schießt keine Tore“ – so oder so ähnlich könnte der Titel aussehen, um den Spielverlauf des 5. Spieltages zwischen der 2. Mannschaft der Schachfreunde Karlsruhe und der 2. Mannschaft aus Hockenheim zu beschreiben. Obwohl wir im Vergleich zum vorhergegangen Spieltag ohne die beiden Großmeister angetreten sind, hatten wir auf dem Papier immer noch ein respektables Delta von genau 120 DWZ zu unseren Gunsten. Demzufolge durften wir uns berechtigte Chancen darauf machen, mit der vollen Punktzahl nach Hause zu fahren. Was auf dem Ergebniszettel wie eine Enttäuschung aussehen mag, war am vergangenen Sonntag um etwa 16 Uhr der Rettungsanker.

Dabei fing es eigentlich alles andere als schlecht an. Mein Gegner an Brett 1 schien sich vorbereitet zu haben, denn er spielte, entgegen seinem Partieverlauf in der Datenbank, die Sizilianische Verteidigung. Ich überlegte kurz und entschied mich meinem Repertoire zu folgen. Er strebte eine Stellung an, die ich bereits gegen zwei gute Gegner hatte. In beiden Partien hatte ich eine Eigenkreation gespielt, die aber vermutlich bei sauberem schwarzen Spiel zu keinem wirklichen Vorteil führen sollte. So entschied ich mich also den normalen Hauptzug zu spielen.

Nachdem ich meinen Gegner mit hoher Wahrscheinlichkeit überrascht hatte, warf ich einen Blick auf die anderen Bretter. Alexander hatte an Brett 2 einen Tarraschfranzosen aufs Brett bekommen, was sich dann später als Gemisch aus mehreren Varianten entwickeln sollte. Mihail hatte mit Weiß bereits aus der Eröffnung eine leicht bessere Stellung erreicht, während Oliver an Brett 4 noch am Ausgleich arbeitete. Die größte Überraschung dürfte Joel geliefert haben. Bereits aus der Eröffnung heraus, schien es mir so, als würde Joel nahezu auf Gewinn stehen. Er hatte zwar keinen Materialvorteil oder eine offensichtliche direkte Gewinnkombination, aber die schwarze Stellung glich einer positionellen Ruine. Bernd an Brett 6 hatte irgendwann einen Bauern mehr. Im Gegenzug hatte sein Gegner ordentliche Kompensation. Marco an Brett 7 schien etwas besser zu stehen, da er zu diesem Zeitpunkt am Damenflügel die bessere Bauernstruktur und Figurenkoordination besaß, wohingegen sich Thomas am Brett 8 wohl laut eigenen Angaben etwas verkünstelt hat.

Im weiteren Verlauf erreichte Oliver eine stabile Stellung, jedoch schien wohl auch nicht viel mehr drinnen zu sein und so einigten sich beide auf Remis. Etwas unglücklicher verlief es wohl bei Alexander, der in einem taktischen Schlagabtausch die Partie verlor. So stand es also bereits frühzeitig 1,5 – 0,5 gegen uns. Trotzdem machte ich mir noch keine Sorgen. Bernd hielt immer noch solide am Mehrbauern fest. Mihail hatte ein risikoloses Endspiel mit Läuferpaar gegen Springer und Läufer und Bauern auf beiden Flügeln erreicht. Joel hatte inzwischen die Dame gewonnen und auch bei Marco, der die Schwächen am Damenflügel auszunutzen wusste, sah es inzwischen sehr gut aus. In der Zwischenzeit bot mir Mein Gegner nicht ganz unberechtigt Remis an. Meine Stellung sah optisch besser aus, jedoch war der Vorteil, wenn überhaupt vorhanden, hauchdünn. Mit aktivem Spiel versuchte ich daher die Stellung zu verkomplizieren, was mir im Endeffekt auch gelang. Mein Gegner wickelte etwas ungünstig ab und verlor dabei eine Figur, erhielt aber im Gegenzug dafür 4 Bauern. Einen Bauern würde mein Gegner jedoch zwangsläufig wieder einbüßen und die verbliebene Stellung sollte nahezu technisch gewonnen sein, da die vereinzelten Bauern kein wirkliches Gegenspiel kreieren können.

Mihail transformierte seinen Vorteil in ein gleichfarbiges Läuferendspiel und entferntem Freibauern mit zumindest sehr guten Gewinnchancen. Bernd konnte immer mehr Druck von der Stellung nehmen und schien so langsam einen soliden Mehrbauern zu besitzen. Überraschend, hingegen, waren die Wendungen bei Marco und Joel. Joel konnte seinen Materialvorteil nicht verwerten und die Stellung nach der Zeitkontrolle war in meinen Augen nahezu unmöglich zu gewinnen. Marco muss wohl einen direkten Gewinn ausgelassen haben und büßte im weiteren Verlauf sogar einen Bauern ein. Das Remis war noch in greifbarer Nähe, aber man merkte ihm an, dass er noch an der verpassten Chance zu knabbern hatte und verlor zum Schluss noch die Partie. Zwischenstand vor der Zeitkontrolle 2,5 – 0,5. Auch bei Thomas an Brett 8 sah es inzwischen nach einer Niederlage aus. Er musste einen Bauern abgeben, hätte aber noch gutes Gegenspiel am Damenflügel gehabt, was er sich laut eigener Aussage im weiteren Verlauf selber verbaut hat. Schlussendlich reichte eine einfache Hochrechnung um zu dem ernüchternden Ergebnis zu kommen, dass wir maximal noch ein 4:4 erreichen würden.

Glücklicherweise konnte ich alle gegnerischen Bauern festlegen ohne großartig eigene Bauern abzutauschen. In Zeitnot vereinfachte mein Gegner mir unfreiwillig die Aufgabe, indem er einen wichtigen Bauer verlor und damit auch alsbald die Partie. 2,5 – 1,5. Auch bei Mihail sah es sehr gut aus und einige Zeit später zeigte er uns am Analysebrett den hübschen und einzigen Gewinnweg. Bei Joel zeichnete sich das Remis ab und Thomas verlor trotz sehr zähen Kampfes die Partie. Zwischenstand 4 – 3. Es lag also an Bernd es zu richten. Er erzwang durch eine clevere Idee ein chancenreiches Turmendspiel mit Mehrbauern, welches er dann auch letztendlich zum Sieg und damit zum Mannschaftsremis führte.

Puh. Am Ende ein glücklicher Punkt bei einem unglücklichen Spielverlauf. Da unser Spiel vorverlegt wurde, fehlen noch die Ergebnisse der anderen Paarungen. Karlsruhe und Bad Mergentheim 2 haben daher die Chance auf zwei Punkte bzw. einen Punkt aufzuschließen. Bleibt nur zu hoffen, dass wir nicht noch weitere Punkte wegbröseln lassen, welche den angepeilten Aufstieg in die Oberliga gefährden würde.

(MyPersonalContent v1.3 © Rico Pinzke)